Auf dem Kaffeetisch soll ein Kuchen stehen, der viele Gäste satt macht und trotzdem nicht trocken wirkt? Ein Blechkuchen mit säuerlichem Rhabarber, cremigem Vanillepudding und Schmand ist dafür ideal. Ich zeige dir ein zuverlässiges Rezept mit genauen Mengen, erkläre die entscheidenden Schritte und verrate, wie die Pudding-Schmand-Schicht fest, aber angenehm cremig bleibt.
Die wichtigsten Eckdaten für den saftigen Rhabarber-Blechkuchen
- Form: ein tiefes Backblech oder etwa 38 × 38 cm
- Menge: ungefähr 18 Stücke
- Backzeit: rund 40 Minuten bei 180 °C Ober-/Unterhitze
- Rhabarber: etwa 1 kg geputzt und in Stücke geschnitten
- Besonderheit: Der Vanillepudding wird gekocht und noch warm mit Schmand vermischt.

Das Rezept für Rhabarberkuchen mit Vanillepudding und Schmand vom Blech
Die Kombination funktioniert, weil jede Schicht eine klare Aufgabe hat. Der Rührteig bildet einen weichen, stabilen Boden, der Rhabarber bringt Säure und die Pudding-Schmand-Creme sorgt für Saftigkeit. Für eine große Kaffeerunde reicht das Rezept für etwa 18 Stücke.
| Zutat | Menge | Verwendung |
|---|---|---|
| Rhabarber | 1 kg | Belag |
| Vanillezucker | 2 Päckchen | für den Rhabarber |
| weiche Butter | 250 g | Rührteig |
| Zucker | 250 g | Teig und Creme |
| Eier | 4 Stück, Größe M | Rührteig |
| Weizenmehl Type 405 | 300 g | Rührteig |
| Backpulver | 1 Teelöffel | Rührteig |
| Vanillepuddingpulver | 2 Päckchen, je 37 g | Creme |
| Milch | 800 ml | Creme |
| Schmand | 400 g | Creme |
| Salz | 1 Prise | Teig |
Ich verwende am liebsten ein tiefes Blech, weil die Creme dann nicht über den Rand läuft. Ein normales flaches Backblech funktioniert ebenfalls, solange es sauber mit Backpapier ausgelegt wird und der Teig gleichmäßig verteilt ist.
So gelingt der Kuchen Schritt für Schritt
Rhabarber vorbereiten
- Den Rhabarber waschen, die Enden abschneiden und ihn bei Bedarf dünn schälen.
- Die Stangen in etwa 2 cm große Stücke schneiden.
- Mit dem Vanillezucker mischen und beiseitestellen.
- Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Bei Umluft reichen etwa 160 °C.
Junge, dünne Stangen müssen nicht immer geschält werden. Bei dicken oder faserigen Stangen lohnt sich das Schälen aber, weil der Belag dann zarter wird. Die Blätter gehören nicht in den Kuchen, sondern werden vollständig entfernt.
Rührteig herstellen
- Butter, Zucker und Salz etwa 2 Minuten cremig aufschlagen.
- Die Eier einzeln unterrühren.
- Mehl und Backpulver mischen und kurz unterarbeiten.
- Den Teig auf dem gefetteten oder mit Backpapier belegten Blech verstreichen.
- Die Rhabarberstücke gleichmäßig darauf verteilen.
Der Teig darf ruhig etwas zäh wirken. Ich verstreiche ihn mit einer leicht angefeuchteten Palette, statt zusätzlich Mehl zu verwenden. So bleibt der Boden weich und saftig, ohne dass sich die Zutatenverhältnisse verändern.
Pudding-Schmand-Creme kochen
- Das Puddingpulver mit 80 g Zucker und etwa 100 ml Milch glatt rühren.
- Die übrige Milch aufkochen.
- Die angerührte Mischung einrühren und den Pudding bei mittlerer Hitze etwa 1 Minute köcheln lassen.
- Den Topf vom Herd nehmen und den Schmand unterrühren.
- Die noch warme Creme gleichmäßig auf dem Rhabarber verteilen.
Der Pudding sollte nicht lange abkühlen, bevor der Schmand dazukommt. In warmem Zustand verbindet sich beides besonders glatt. Die Creme wirkt zunächst weich, wird aber beim Backen und später beim Auskühlen deutlich stabiler.
Den Kuchen etwa 40 Minuten backen. Die Oberfläche soll hellgolden sein und die Mitte beim vorsichtigen Rütteln nur noch leicht wackeln. Vor dem Anschneiden mindestens 1 Stunde auskühlen lassen, besser noch vollständig kalt werden lassen.
Was die Pudding-Schmand-Schicht besonders cremig macht
Die häufigste Fehlerquelle ist ein zu flüssiger Guss. Entscheidend ist, das Puddingpulver zuerst mit einem Teil der kalten Milch klümpchenfrei zu verrühren. Wird es direkt in die heiße Milch gestreut, entstehen kleine Knollen, die sich später nur schwer auflösen lassen.
Auch beim Schmand zählt das Timing. Er kommt in den heißen, aber nicht mehr sprudelnd kochenden Pudding. Kocht die Mischung nach Zugabe des Schmands weiter, kann die Creme ungleichmäßig werden oder an den Rändern leicht ausflocken.
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Typische Fehler und ihre Lösung
- Der Kuchen wird wässrig: Der Rhabarber war sehr saftig oder wurde zu dicht auf dem Teig verteilt. Die Stücke locker verteilen und den Kuchen vollständig auskühlen lassen.
- Die Creme bleibt weich: Der Pudding wurde nicht lange genug aufgekocht oder der Kuchen wurde zu früh angeschnitten.
- Der Boden ist matschig: Das Blech war zu klein oder der Rhabarber lag in einer sehr dicken Schicht auf dem Teig.
- Der Kuchen schmeckt zu sauer: Besonders kräftiger Rhabarber verträgt 20 bis 30 g zusätzlichen Zucker in der Creme.
- Die Oberfläche bräunt zu stark: Den Kuchen für die letzten 10 Minuten locker mit Backpapier abdecken.
Ein wenig Saft gehört bei diesem Kuchen dazu. Ich würde nicht versuchen, jedes Tröpfchen zu vermeiden, denn genau diese Feuchtigkeit macht den Blechkuchen angenehm saftig. Problematisch wird es erst, wenn sich Flüssigkeit auf dem Blech sammelt.
Frischer oder tiefgekühlter Rhabarber
Frischer Rhabarber liefert das beste Aroma und behält im Kuchen meist eine angenehm feste Struktur. Tiefgekühlte Stücke funktionieren ebenfalls, müssen aber vollständig aufgetaut und gut abgetropft werden. Sonst gelangt zu viel Wasser in die Puddingcreme.
| Variante | Vorteil | Worauf du achten solltest |
|---|---|---|
| Frischer Rhabarber | kräftiges Aroma und gute Struktur | faserige Stangen gegebenenfalls schälen |
| Tiefgekühlter Rhabarber | außerhalb der Saison verfügbar | auftauen und Flüssigkeit gründlich abgießen |
| Roter Rhabarber | mildere Säure und schöne Farbe | oft etwas weniger Zucker nötig |
| Grüner Rhabarber | intensiver, frischer Geschmack | bei Bedarf die Creme leicht stärker süßen |
Eine Mischung aus Rhabarber und Erdbeeren ist möglich, verändert aber das Rezept deutlich. Erdbeeren geben zusätzlichen Saft ab und sollten deshalb nicht mehr als etwa 300 g der gesamten Obstmenge ausmachen. Für den klassischen Geschmack würde ich beim reinen Rhabarber bleiben.
Servieren, Aufbewahren und Einfrieren
Der Kuchen schmeckt am besten gut gekühlt oder leicht temperiert. Nach einer Nacht im Kühlschrank ist die Creme besonders schnittfest. Zum Servieren genügt ein Klecks Schlagsahne, obwohl der Kuchen durch den Schmandbelag bereits reichhaltig genug ist.
- Kühlschrank: abgedeckt etwa 2 Tage aufbewahren.
- Raumtemperatur: wegen der Schmandcreme höchstens einige Stunden stehen lassen.
- Einfrieren: in einzelnen Stücken gut verpackt möglich, idealerweise ohne Sahnedekoration.
- Auftauen: über mehrere Stunden im Kühlschrank, damit die Creme ihre Struktur behält.
Beim Einfrieren kann der Rhabarber etwas weicher werden. Geschmacklich bleibt der Kuchen gut, die Oberfläche wirkt nach dem Auftauen aber meist nicht mehr ganz so frisch wie am Backtag. Für eine Feier bereite ich ihn deshalb lieber am Vortag zu und lagere ihn kalt und abgedeckt.
Der beste Zeitpunkt für den ersten Schnitt
Dieser Rhabarberkuchen braucht keine komplizierte Dekoration und keine besondere Backerfahrung. Die größte Rolle spielen ein gut aufgekochter Pudding, ein nicht zu dicht belegtes Blech und ausreichend Zeit zum Auskühlen. Wer diese drei Punkte einhält, bekommt einen fruchtigen, cremigen Blechkuchen, der sich wunderbar für die Kaffeetafel und als klassische Mehlspeise eignet.