Grießauflauf mit Kirschen oder Äpfeln - einfaches Rezept

Anneliese Rapp .

11. Juli 2026

Ein goldbrauner Grießauflauf mit Kirschen, bestäubt mit Puderzucker. Dieses Grießauflauf Rezept sieht köstlich aus!

Ein Grießauflauf ist genau das Richtige, wenn eine warme Süßspeise unkompliziert gelingen und trotzdem nach echter Mehlspeisenküche schmecken soll. Ich zeige dir ein zuverlässiges Grießauflauf-Rezept mit Milch, Eiern und Butter, erkläre die richtige Konsistenz und gebe dir Varianten mit Kirschen, Äpfeln oder Topfen an die Hand.

So wird der Grießauflauf innen weich und oben goldbraun

  • Grundmenge: 100 g Weichweizengrieß auf 500 ml Milch ergeben einen cremigen Auflauf.
  • Backzeit: Bei 180 °C Ober-/Unterhitze braucht die Süßspeise etwa 35 bis 40 Minuten.
  • Luftigkeit: Getrennt aufgeschlagener Eischnee macht die Masse deutlich lockerer.
  • Früchte: Kirschen, Äpfel, Zwetschgen und Marillen passen besonders gut.
  • Wichtig: Vor dem Anschneiden sollte der Auflauf 10 Minuten ruhen.

Ein Grießauflauf mit Kirschen, bestäubt mit Puderzucker. Dieses Grießauflauf Rezept ist ein Genuss!

Das einfache Grundrezept für Grießauflauf

Für meine Standardversion verwende ich eine mittelgroße Auflaufform von etwa 20 x read 30 cm. Die Menge reicht für 4 bis 6 Portionen und lässt sich ohne Aufwand mit saisonalem Obst ergänzen.
Zutat Menge
Milch 500 ml
Weichweizengrieß 100 g
Zucker 60 g
Butter 50 g
Eier 3
Vanillezucker 1 Päckchen
Salz 1 Prise
Zitrone etwas Abrieb

Die Zubereitung in sechs Schritten

  1. Milch mit 30 g Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenabrieb erhitzen.
  2. Den Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen und die Masse etwa 2 Minuten quellen lassen.
  3. Den Topf vom Herd nehmen und den Grießbrei lauwarm abkühlen lassen.
  4. Eier trennen. Eigelb unter die lauwarme Masse rühren.
  5. Eiweiß zu festem Schnee schlagen und vorsichtig unterheben.
  6. Die gefettete Form mit der Masse füllen, mit der restlichen Butter belegen und bei 180 °C etwa 35 bis 40 Minuten backen.

Der Auflauf ist fertig, wenn die Oberfläche goldbraun ist und die Mitte nur noch leicht wackelt. Ich lasse ihn danach immer kurz stehen, denn direkt aus dem Ofen wirkt er weicher, als er später auf dem Teller tatsächlich ist.

Die richtige Konsistenz entscheidet über das Ergebnis

Ein guter Grießauflauf soll weder trocken wie Kuchen noch flüssig wie Grießbrei sein. Die Masse darf vor dem Backen eher weich wirken, weil der Grieß im Ofen weiter quillt und die Eier für Bindung sorgen.

Weichweizengrieß ist für die süße Variante die beste Wahl. Hartweizengrieß ergibt mehr Biss, wirkt in diesem Auflauf aber schnell fest und körnig. Wer eine besonders lockere Textur möchte, trennt die Eier und hebt den Eischnee erst ganz am Ende unter.

Warum die Masse manchmal trocken wird

  • Zu viel Grieß bindet die Milch und macht den Auflauf kompakt.
  • Eine zu lange Backzeit entzieht der Oberfläche und der Mitte Feuchtigkeit.
  • Sehr flache Formen lassen die Masse schneller austrocknen.
  • Früchte aus dem Glas sollten gut abtropfen, sonst wird die Mitte wässrig.

Ich halte mich deshalb lieber an die Grundregel von 1 Teil Grieß auf 5 Teile Milch. Für eine festere, schnittfähige Version kannst du den Grieß auf 110 bis 120 g erhöhen, mehr würde ich ohne zusätzliche Flüssigkeit nicht verwenden.

Mit Früchten bekommt die Süßspeise ihren eigenen Charakter

Die klassische Masse ist mild genug, um mit unterschiedlichen Früchten zu funktionieren. Entscheidend ist, dass die Einlage nicht zu viel Wasser in die Form bringt und geschmacklich etwas Säure mitliefert.

Variante Vorbereitung Geschmack
Kirschen 250 g, gut abgetropft Fruchtig und leicht säuerlich
Äpfel 2 säuerliche Äpfel in dünnen Spalten Würzig und saftig
Zwetschgen 250 g halbiert Intensiv und besonders gut mit Zimt
Marillen 200 g frisch oder aus dem Glas Sommerlich und aromatisch

Bei Kirschen verteile ich die Früchte meist auf der Masse, während ich Äpfel leicht hineindrücke. So sinken sie nicht komplett auf den Boden. Ein halber Teelöffel Zimt passt zu Äpfeln und Zwetschgen, Zitronenabrieb macht Kirschen und Marillen frischer.

Topfen, Mohn und Nüsse als österreichische Abwandlung

Für eine kräftigere Mehlspeise kannst du 150 g Topfen unter die fertige Grießmasse rühren. Der Auflauf wird dadurch saftiger und etwas kompakter, weshalb ich in diesem Fall nur 80 bis 90 g Grieß verwende.

Sehr passend sind außerdem 1 bis 2 Esslöffel gemahlener Mohn, gehackte Mandeln oder ein paar Rosinen. Die Nüsse geben Struktur, während Rosinen zusätzliche Süße bringen. Ich würde jedoch höchstens zwei dieser Zutaten kombinieren, damit der feine Milchgeschmack nicht verloren geht.

Diese Fehler lassen sich leicht vermeiden

Der Grießbrei wird zu fest

Wenn der Grieß bereits im Topf sehr dick wird, lässt er sich später nur schwer mit den Eiern verbinden. Rühre ihn deshalb nur kurz an und nimm ihn vom Herd, sobald er sichtbar andickt. Ein kleiner Schuss Milch kann die Masse retten, solange sie noch warm ist.

Der Eischnee fällt zusammen

Zu kräftiges Rühren nimmt dem Eischnee die eingeschlagene Luft. Hebe ihn mit einem Teigschaber in zwei bis drei Portionen unter und arbeite dabei langsam von unten nach oben. Der Eischnee muss nicht vollständig glatt eingearbeitet sein, kleine helle Streifen sind völlig in Ordnung.

Die Oberfläche wird zu dunkel

Bräunt der Auflauf schon nach 20 Minuten stark, deckst du ihn locker mit Backpapier oder Aluminiumfolie ab. Die Folie sollte nicht direkt auf der Masse liegen. Bei Umluft reichen meist 160 °C, da die Oberfläche sonst schneller austrocknet.

Lesen Sie auch: Apfel-Sekt-Torte mit Mürbeteig - so gelingt sie stabil

Die Mitte bleibt flüssig

Das passiert vor allem bei sehr saftigem Obst oder einer zu kleinen, hohen Form. Lasse den Auflauf zehn Minuten länger backen und anschließend in der Form ruhen. Eine leicht wackelnde Mitte ist normal, eine sichtbar flüssige Schicht sollte jedoch noch weiter stocken.

So servierst du ihn warm oder am nächsten Tag

Warm schmeckt der Auflauf besonders gut mit Vanillesauce, Zimt-Zucker oder einem Löffel leicht gesüßter Schlagsahne. Bei fruchtigen Varianten reicht oft schon etwas Puderzucker, weil die Früchte den nötigen Kontrast liefern.

Reste halten sich abgedeckt im Kühlschrank etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen eignen sich 10 bis 15 Minuten bei 150 °C im Ofen. In der Mikrowelle geht es schneller, allerdings wird die Oberfläche dabei weich und die Kruste verschwindet.

Für ein Frühstück am nächsten Morgen kannst du den Auflauf auch kalt essen. Er wird dann fester und lässt sich in Stücke schneiden, geschmacklich erinnert er stärker an Grießpudding als an eine frisch gebackene Mehlspeise.

Die beste Version beginnt mit einer kleinen Ruhepause

Wenn ich nur einen Tipp weitergeben dürfte, wäre es dieser: Plane nach dem Backen einige Minuten Ruhezeit ein. Dadurch verteilt sich die Wärme, die Eier setzen nach und der Auflauf lässt sich sauber portionieren.

Mit dem Grundverhältnis aus Milch, Grieß und Eiern hast du eine zuverlässige Basis, die sich leicht anpassen lässt. Weniger Zucker, saisonales Obst und ein wenig Zitronenschale machen daraus eine ausgewogene Süßspeise, die nicht schwer wirkt und trotzdem angenehm sättigt.

Häufig gestellte Fragen

Für eine cremige Konsistenz verwendest du 100 g Weichweizengrieß auf 500 ml Milch. Für einen festeren, schnittfähigen Auflauf kannst du die Menge auf 110 bis 120 g erhöhen.
Zu viel Grieß, eine zu lange Backzeit, sehr flache Formen oder schlecht abgetropfte Früchte können das Ergebnis beeinträchtigen. Rühre den Grießbrei nur etwa 2 Minuten an und backe den Auflauf bei 180 °C ungefähr 35 bis 40 Minuten.
Besonders gut passen 250 g gut abgetropfte Kirschen, zwei säuerliche Äpfel, 250 g Zwetschgen oder 200 g Marillen. Zimt passt zu Äpfeln und Zwetschgen, während Zitronenabrieb Kirschen und Marillen frischer macht.
Trenne die Eier und hebe den festen Eischnee vorsichtig in zwei bis drei Portionen unter, damit die Luft erhalten bleibt. Für eine saftigere, etwas kompaktere Variante kannst du außerdem 150 g Topfen einrühren und die Grießmenge auf 80 bis 90 g reduzieren.
Artikel bewerten

Durchschnitt: 0.0 / 5 · 0 Bewertungen

Tags

weichweizengrieß eischnee kirschen topfen grießauflauf
Autor Anneliese Rapp
Anneliese Rapp
Mein Name ist Anneliese Rapp und ich beschäftige mich seit 3 Jahren intensiv mit der österreichischen Küche. Meine Leidenschaft für das Kochen und die Vielfalt der österreichischen Spezialitäten hat mich dazu inspiriert, mein Wissen und meine Erfahrungen in diesem Bereich zu teilen. Ich liebe es, die traditionellen Rezepte zu erkunden und dabei die Geschichten und Kultur, die hinter jedem Gericht stehen, zu entdecken. In meinen Artikeln konzentriere ich mich darauf, sowohl die herzhaften Fleischgerichte als auch die köstlichen Mehlspeisen vorzustellen. Ich lege großen Wert darauf, meine Informationen gründlich zu recherchieren und sie klar und verständlich zu präsentieren, damit meine Leser die Zubereitung dieser Gerichte leicht nachvollziehen können. Mein Ziel ist es, nützliche und aktuelle Inhalte zu bieten, die sowohl Anfänger als auch erfahrene Köche inspirieren und unterstützen.
Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen